
"Wer für andere sorgt, darf selbst auch getragen werden."
01.
Schwangerschaft und Wochenbett
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Ambivalente Gefühle gegenüber der Schwanger-schaft oder dem Baby
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Ängste vor der Geburt
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Ängste vor (erneuter) Fehlgeburt
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psychische Belastung durch Komplikationen in der Schwangerschaft
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Schwierigkeiten, eine Bindung aufzubauen
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Belastende Geburtserfahrungen (z. B. intrusive Erinnerungen)
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Stimmungsschwankungen im Wochenbett
02.
Emotionale Symptome
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Reizbarkeit oder schnelle Überforderung
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Anhaltende Traurigkeit oder gedrückte Stimmung
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Innere Leere oder Gefühllosigkeit
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Gefühl von Einsamkeit oder sich nicht verstanden fühlen
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Emotionale Distanz zu sich selbst oder zur Umgebung
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Gefühl von Überwältigung durch kleine Auslöser
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Innere Unruhe oder „nicht zur Ruhe kommen können“
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Wechsel zwischen verschiedenen Gefühlszuständen (z. B. Traurigkeit, Gereiztheit)
03.
Ängste und Sorgen
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Ständige Sorgen um das Baby oder die eigene Rolle als Mutter
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Zukunftsängste oder Grübeln
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Panikgefühle
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Kontrollbedürfnis oder Angst, „etwas falsch zu machen“
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Ständige Angst, dem Baby könnte etwas passieren
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Sorgen, den Alltag nicht bewältigen zu können
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Angst vor Bewertung durch andere (z. B. Familie, Fachpersonal)
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Gedankliches „Durchspielen“ von schlimmen Szenarien
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Unsicherheit bei Entscheidungen rund ums Kind



04.
Körperliche Symptome
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Schlafstörungen (auch unabhängig vom Baby)
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Erschöpfung, Müdigkeit, Gefühl von „Ausgebranntsein“
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Erhöhte Stressanfälligkeit
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Innere Anspannung oder Nervosität
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Konzentrationsprobleme
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Appetitveränderungen (weniger oder mehr essen als gewohnt)
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Gefühl von Schwere im Körper oder fehlender Energie
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Körperliche Unruhe (z. B. Herzklopfen, Zittern, Nervosität)
05.
Gedanken und Selbstbild
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Selbstzweifel („Ich bin keine gute Mutter“)
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Schuldgefühle oder Scham
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Überhöhte Ansprüche an sich selbst
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Gefühl, sich selbst verloren zu haben oder nicht mehr „man selbst“ zu sein
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Häufige Selbstkritik oder innere Abwertung
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Gedanken wie „Andere schaffen das besser als ich“
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Zweifel an der eigenen Intuition im Umgang mit dem Baby
06.
Verhalten und Alltag
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Gefühl, im Alltag nur noch zu „funktionieren“
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Rückzug von anderen Menschen
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Gefühl von Überforderung im Alltag
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Schwierigkeiten, Hilfe anzunehmen
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vermehrtes Nachkontrollieren
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Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
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Vermeidung bestimmter Situationen (z. B. allein mit dem Baby sein oder das Haus verlassen)
Seit der Schwangerschaft, Geburt oder frühen Mutterschaft treten u.a. auf:

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Warum Gruppe?
In der Gruppentherapie dürfen Sie die Erfahrung machen, mit Ihren Erlebnissen und Gefühlen nicht allein zu bleiben. Gerade in der Zeit rund um Schwangerschaft und Muttersein kann es entlastend sein, anderen Frauen zu begegnen, die ähnliche Gedanken, Gefühle und Herausforderungen erleben. Offenheit für den Austausch sowie die Bereitschaft zur Selbstreflexion bilden dabei eine wichtige Grundlage. Das Gefühl von Verbundenheit und gegenseitigem Verständnis wirkt oft bereits stabilisierend und stärkend.
Als psychologische Psychotherapeutin begleite ich die Gruppen mit fachlicher Kompetenz und einem feinfühligen Gespür für die Bedürfnisse jeder einzelnen Teilnehmerin. Ich sorge für Struktur, gebe Impulse zur Reflexion und unterstütze Sie dabei, Ihre individuellen Themen einzuordnen und zu bearbeiten. Dabei achte ich darauf, dass sich jede Teilnehmerin sicher und gesehen fühlt und die Gruppe zu einem Ort für Entwicklung und Stabilisierung werden kann.
Durch den Austausch in der Gruppe entstehen neue Perspektiven: Sie erleben, dass Ihre Reaktionen nachvollziehbar sind, gewinnen Abstand zu belastenden Gedanken und entwickeln gemeinsam hilfreiche Bewältigungsstrategien. Gleichzeitig fördert die Gruppe die Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken – in einem geschützten und unterstützenden Miteinander. Die Gruppe darf so zu einem tragenden Ort werden, an dem Entwicklung, Stabilisierung und gegenseitige Unterstützung wachsen können.
Für einen vertrauensvollen und tragfähigen Gruppenprozess ist eine regelmäßige und verlässliche Teilnahme von zentraler Bedeutung. Ebenso wichtig sind ein respektvoller Umgang miteinander sowie die Wahrung der Vertraulichkeit innerhalb der Gruppe.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Gruppentherapie eine ebenso wirksame Behandlungsform sein kann wie Einzeltherapie. Besonders die Kombination aus fachlicher Begleitung und unterstützender Gruppendynamik trägt dazu bei, Selbstvertrauen zu stärken, Isolation zu reduzieren und nachhaltige Veränderungen im Erleben und Verhalten zu ermöglichen.
Quelle: Barkowski, S., Schwartze, D., Strauss, B., Burlingame, G. M., & Rosendahl, J. (2020). Efficacy of group psychotherapy for anxiety disorders: A systematic review and meta‑analysis. Psychotherapy Research, 30(8), 965–982. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32093586
Inhalte
Es handelt sich um jeweils themenoffene Gruppen, sodass das Thema der jeweiligen Sitzung an den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmerinnen ausgerichtet wird.
Mögliche Inhalte können hierbei sein:
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Stressbewältigung
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Emotionsregulation
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Achtsamkeitsübungen
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Entspannungsverfahren
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Stärkung des Selbstbildes
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Stärkung der Selbstakzeptanz
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Steigerung der Selbstfürsorge
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Bearbeitung von Rollenkonflikten
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Umgang mit Ängsten und Zwängen
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Reduktion von Schuld- und Schamgefühlen
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Steigerung der Anpassung an die neue Lebenssituation
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Reflexion von Beziehungen und Rollenveränderungen im Kontext von Schwangerschaft und Muttersein
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Umgang mit hohen Ansprüchen oder dem Gefühl, nicht zu genügen
Zusätzliche, spezifische Inhalte für die Gruppe der Schwangeren:
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Umgang mit Ängsten in der Schwangerschaft, z. B. Sorgen um die Gesundheit des Babys oder den Verlauf der Schwangerschaft
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Begleitung nach belastenden Erfahrungen, wie einer Fehlgeburt oder schwierigen vorherigen Schwangerschaft
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Mentale Geburtsvorbereitung, z. B. Stärkung von Vertrauen, Umgang mit Unsicherheiten und Entwicklung innerer Sicherheit
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Umgang mit ambivalenten Gefühlen gegenüber Schwangerschaft und bevorstehender Mutterschaft
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Stärkung der Bindung zum ungeborenen Kind
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Verarbeitung von medizinischen oder emotional belastenden Erfahrungen im Schwangerschaftsverlauf


Rahmen
Gruppen:
Gruppengröße:
Termine:
Gruppe 1: Schwangere
Gruppe 2: Mütter
5-8 Teilnehmerinnen
12 feste Termine à 100 Min
Einzelgespräch zum Kennenlernen vor dem Beginn
Kostenübernahme:
Kostenübernahme durch die gesetzliche sowie die private Krankenkasse, Beihilfe oder als Selbstzahlerleistung
Voraussetzungen:
Antragstellung vor Beginn
Verlässliche Teilnahme
Wahrung der Schweigepflicht
respektvolles Miteinander
Ort:
Psychotherapeutische Praxis
Cynthia Klein
Bei den Feldmühlen 3
66663 Merzig